W.A.S.P.

München

Metropolis

Für diejenigen, die’s nicht wissen: W.A.S.P. heißt so viel wie White Anglo Saxon Protestants ist eine Bezeichnung für die besonders (schein)heiligen U.S.-Amerikaner, die in den ersten Jahrzehnten der Erschließung des nordamerikanischen Kontinents eingeführt wurde. Was das mit ’ner Metal Band zu tun hat? Vermutlich nicht so viel, Fakt ist aber, dass Blackie Lawless (v,g) aus so einer Familie stammt und auch streng religiös erzogen wird. Daran mag es auch liegen, dass er sich im Laufe seiner Karriere immer wieder gegen blinden Glauben und religiöse Unterdrückung auflehnt und durch teilweise recht plumpe Provokation zum Aushängeschild des durchgeknallten Bad Boys für Amerikas Moralapostel wird.

Die Story fängt in den 70ern mit einer Band names Sister an, in der Blackie zum ersten Mal aktiv wird, und die auch eine der ersten amerikanischen Bands ist, die einen Druidenfuß in ihrem Schriftzug verwendet. Die Band löst sich 1978 auf und es dauert vier Jahre, bis sich W.A.S.P. als Band formieren. Ob es Tatsache oder nur Gerücht ist, dass Blackie auf seinen Gitarristen Chris Holmes beim Blättern in einem Hustler Magazin gestoßen ist, vermag heute keiner mehr zu sagen. Durch die exzessiven Liveshows, bei denen rohes Fleisch ins Publikum geworfen wird, die Band Kunstblut aus Schädeln trinkt und Vergewaltigungen und Mord von Frauen simuliert werden, sind Probleme vorprogrammiert. Doch anstatt nur zu provozieren nutzt die Band ihre Popularität und ruft ihre Fans bei einem Konzert zum Blutspenden bei dem vor dem Saal stationierten Roten Kreuz auf. Dieser fährt nach dem Konzert mit mehreren hundert Litern gespendetem Blut nach Hause.