Hanoi Rocks

Hanoi Rocks gelten als eigentliche Pioniere des „Sleaze-Rock“ und sind als Verbindung zwischen Aerosmith und Guns N‘ Roses einzuordnen. Gegründet nicht, wie etwa anzunehmen wäre,
in Los Angeles, sondern in Finnland von Andy Mc Coy und Sam Yaffa im Sommer 1980. Ergänzt durch Michael Monroe und Nasty Suicide, zogen sie nach Stockholm, wo sie mit dem Drummer Gyp Casino ein erstes Album aufnahmen. Ein zweites folgte, danach der Umzug nach London, wo auch Razzle als neuer Drummer dazustiess . In dieser Besetzung spielten sie ein neues Album ein, dass ihnen einen Deal mit CBS einbrachte. 1984 wurde dann, das in New York aufgenom- mene Album, „Two steps from the move“ ver- öffentlicht und die Band zog weiter nach L.A..

Wie weit hätte es diese Band gebracht, währe da nicht dieser verhängnisvolle Tag ende 1984in Malibu gewesen. Was harmlos als Party begann, endete als Tragödie. Als nämlich das Bier ausging und sich ,der schon arg betrunk- ene Vince Neil, Sänger von Mötley Crüe, bereit erklärte Nachschub zu besorgen. Razzle stieg als Beifahrer ebenfalls in Vince Neils neuen Porsche. Ein Baum beendete das Unterfangen und wahrscheinlich auch die Karriere von Hanoi Rocks. Der Porsche war Schrott und Razzle tot, Vince Neil, praktisch unverletzt wurde später zu einer bedingten Gefängnis- strafe verurteilt. Somit blieb „Two steps from the move“ das letzte Studioalbum und auch das einzige, das mit Major-Deal veröffentlicht wurde. Nach Razzle’s Tod folgten noch diverse Konzerte mit einem neuen Drummer, aber die Chemie stimmte nicht mehr und die Band löste sich auf. Mehrere Live- und Best of- Alben wurden danach noch veröffentlicht.
Im nachhinein wurde sogar gesagt, dass es Hanoi Rocks vielleicht dort hin geschafft hätten, wo wenige Jahre später Guns N‘ Roses landeten: An der Weltspitze!

Der Sound: Sie selber beschrieben ihre Musik als Trash- Punk-Glam, was als Mischung aus dem Rock’N’Roll der Rolling Stones und Aerosmith und Punk im Stile der New York Dolls mit einem Schuss Blues umschrieben werden kann. Oder eben „Sleaze-Rock“. Immer schön dreckig, mit eingängigen Melodien, manchmal ein bisschen schräg, mit dominierenden Gitarren und immer die spezielle Stimme von Michael Monroe, ergänzt durch die Background-Vocals der ganzen Band